NORDSPANIEN - Mammut, Faustkeil, Bilderhöhlen

 

In den Höhlen Nordspaniens entstanden durch Cro-Magnon-Menschen im Verlauf von zehntausenden Jahren eine Vielzahl von überwältigend schönen Malereien, Reliefs und Gravierungen. 

 

Eingebettet ist die Höhlenkunst Nordspaniens in den erweiterten Kreis der sogenannten frankokantabrischen Höhlenkunst, dessen Verbreitungsgebiet in Südwestfrankreich und Nordspanien liegt.

 

Die Schöpfer der steinzeitlichen Kunstwerke waren Jäger und Sammler. Dementsprechend zeigen die Felsbilder und Felsritzungen oftmals Tiere, die aktiv bejagt wurden. Ebenso finden wir aber auch Darstellungen von Jagdkonkurrenten, aber auch von Menschen oder sogar märchenhaft anmutenden Mischwesen.  

 

Die weitgehend baumlose Umwelt der europäischen Steinzeit - v.a. in den periodisch auftretenden Eiszeiten - hatte dabei für die Ernährung der jungpaläolithischen Menschen eminente Bedeutung -  die extrem fruchtbare Tundra mit ihren Lössböden bot vielen an die Kälte angepassten Tieren reiche Nahrung. Die Herden müssen tatsächlich riesig gewesen sein, vergleichbar mit den vorkolonialen Herden der Bisons in Nordamerika. 

 

Ihre Lager legten die Menschen der Altsteinzeit klarerweise an den Wanderrouten der Tiere an, die häufig durch Täler und entlang von Flüssen führten. An ebendiesen Flüssen und Küsten wurde auch Fischfang betrieben, dies ist durch Befunde aus Essensresten und Darstellungen in Höhlenbildern dokumentiert.

 

Das verwendete Werkzeug- und Waffenrepertoire umfasste unter anderem Pfeil und Bogen (Aurignacien vor > 30.000 BP), Speere mit einsetzbaren Spitzen (ab Solutréen), Speerschleudern (ab etwa 21.000 BP mit Schwerpunkt Dordogne), ein früher Bumerang (ab etwa 20.000 BP) und Harpunen (ab etwa 15.000 BP mit ablösbaren Widerhakenspitzen). Die Klingen- und Mikrolithentechnik reifte in Europa zwischen etwa 25.000 und 13.000 BP aus. Neben Holz wurden auch Knochen, Elfenbein und Horn als Materialien verwendet und häufig künstlerisch ausgestaltet.

 

Auch wer die französischen Bilderhöhlen bereits kennt, wird von den nordspanischen Bilderhöhlen absolut begeistert sein. Hinzu kommt die geringere touristische Besucheranzahl und natürlich die überwältigend schöne Landschaft dieser Region. 

 

 

Eine wesentliche Rolle für das Gelingen von Studienreisen spielt die kompetente Vermittlung von Hintergrundwissen während der Tour. Unser wissenschaftlicher Reiseleiter Dipl. phil. nat. Ingmar M. Braun ist Spezialist für die Steinzeit und hat insbesondere die Kunst der Eiszeit zu seinem Lebensthema erkoren. Die im Laufe der Studienreisenwoche angebotenen Vorträge und Diskussionsrunden vereinen aktuelle Forschungsergebnisse mit einer dichten Basis an grundlegenden Informationen zur untersuchten Epoche.

Ebenso wie in Frankreich müssen wir aber auch in Spanien mit einer Jahr für Jahr strengeren Regelung von Besuchszeiten und Besuchergruppengrößen rechnen -  zögern Sie also nicht, Ihren Wunsch nach einer Begegnung mit diesen Wunderwerken der Menschheit zu verwirklichen!


Steinzeitliche Bilderhöhlen in Nordspanien

Termin: 7. Sep. – 14. Sep. 2020

ab/bis Airport Bilbao

Reiseleitung: Dipl. phil. nat. Ingmar M. Braun

Gruppe: 

 

Unsere Studienreisegruppen umfassen minimal 8 und maximal 16 Teilnehmer, um die optimale Wissensvermittlung und eine gute Gruppenatmosphäre garantieren zu können. Kleingruppenaufschlag 20 % bei 5 - 7 Teilnehmern. 

Offizieller Reiseveranstalter: Zugvogeltouristik GmbH +431 890 77 00 office@zugvogeltouristik.at

 

Preis: EUR 1.960,- pro Person im Doppel, EUR 530,- EZ Zuschlag

Frühbucherbonus bis 30.12.: minus EUR 80,- pro Person