BRETAGNE - Jungsteinzeitliches Zentrum

 

FRANKREICH / BRETAGNE

 

Die Bretagne liegt auf einer Halbinsel, die – abgesehen von der iberischen Halbinsel - den westlichsten Ausläufer des europäischen Festlands bildet. Eines der Departements der Bretagne trägt den bezeichnenden Namen Finistère: vom lateinischen Finis terrae – „Ende der Welt“.

 

Es gibt einige Besonderheiten, für die dieser Landstrich berühmt ist. Die außerordentliche Schönheit der (Rosengranit-)Küste etwa, eine vollkommen eigenständige Musikszene, die mindestens so wichtig genommen wird wie die internationale Popmusik, die beindruckenden Ensembles aus Dorfkirche, Karner und Calvaire oder auch die zähe Widerständigkeit der Bretonen gegen kulturelle und politische Vereinnahmung, die eine historische Konstante von der Antike bis zur Gegenwart ist.

 

Die Besonderheit, die wir zum Anlass für eine Reise nehmen, ist die enorme Zahl von steinzeitlichen Relikten in diesem Gebiet. Tumuli, Dolmen, Menhire, Alignements, (sogar gravierte) Megalithen, Souterrains, Langgräber - alles da, und nicht nur einmal.

 

Dazu bedeutende Sammlungen von steinzeitlichen Artefakten in den regionalen Museen. Wie immer gehen wir nicht nur mit gesenktem Blick auf diese „Bodenschätze“ durchs Land, sondern erlauben uns auch Seitenblicke auf die eine oder andere nicht-steinzeitliche Sehenswürdigkeit. Könnten Sie uns verzeihen, achtlos am Mont Saint Michel oder am Gezeitenkraftwerk an der Rance-Mündung vorbeizufahren? Wir uns auch nicht! 

 

Gut zu wissen:

Um ca 4.400 v. Chr. kommt es am "Ende der Welt"  zur Entstehung einer megalithischen Kultur, ausgelöst durch einwanderende späte linearbandkeramische Kulturen. Es folgt eine Zeit des Zusammenlebens mit mesolithischen Jäger- und Sammlerkulturen. Bevölkerungsdruck und unzureichend freies Siedlungsland löst möglicherweise das Phänomen der Errichtung megalithischer Anlagen aus - ein enormer Aufwand der von einer stark wachsenden und scheinbar wohlhabenden Gesellschaft betrieben wurde. Die Faszination an diesen tausenden aufgerichteten Steinen hält bis heute an. 


Schöpfer dieser Theorie ist der britische Archäologe Colin Renfrew. Ein kurzes (englischsprachiges) Interview zu seiner Theorie können Sie hier sehen: Bitte klicken

 

Termin: SO 26. Mai – SO 02. Juni 2019

Reiseleitung: Dr. Michael Balaun

Gruppe: 12 - 18 TeilnehmerInnen. Kleingruppenzuschlag 20 % bei 9 - 11 Personen.

Preis: € 1.950,- bis/ab Rennes (lt. u.a. Leistungen)Anreise nicht inkludiert. Einzelzimmerzuschlag € 340,-. Hinzu kommt ein einmaliger Vereinsmitgliedschaftsbeitrag von € 18,- bei der ersten Reise im Kalenderjahr - es können ausschließlich Vereinsmitglieder an den Reisen der ARGE Archäologie teilnehmen. Die Mitgliedschaft erlischt automatisch mit Ende des Kalenderjahres.

 

Bei Bestellung eines Reisegutscheins bis 31.12. 2018 sparen Sie € 200,- pro Teilnehmer.

 

Leistungen:

  • Transfers und Rundfahrt mit einem französischen Reisebus/Kleinbus mit Aircondition
  • 7 Übernachtungen in guten *** und ****Hotels (Landes- Klassifizierung), jeweils in Zweibettzimmern mit Du/WC mit Frühstück 

Eintritte:

Mont St. Michel

Menhir du Champ-Dolent

Souterrain de Ville-es-Peniaux

Mars Tempel Haut-Becherel

Galeriegrab Cre'ch Quille

Megalithanlage Barnenez

Alignements de Kedruellan

Tumulus St. Michel

Musee de Prehistoire Carnac

Tumulus de Gavrinis - Bootsfahrt

Musee de Prehistoire Vannes

Tumulus Tumiac

Allee couverte du Grah-Niol

Cairn Petit Mont

La Roche-aux-Fees

 

 

Gültiger Reisepass oder Personalausweis erforderlich.

 

 

 

 

 

Bildquellen: Farz brujunetJaipasdepseudo