NORDPERU - Chachapoya und monumentale Prä-Inka Kulturen

Das nördliche Peru - monumentale Prä-Inka Kulturen

 

Es war ein Deutscher, der vor mehr als hundert Jahren eine der bedeutendsten archäologischen Stätten Lateinamerikas entdeckte. Hans Heinrich Brüning, 1875 als Schiffsingenieur in Peru an Land gegangen, verdiente sein Geld mit der Reparatur und auch Weiterentwicklung landwirtschaftlicher Maschinen.  

 

Als Brüning bei einem Dorfschmied mit eigenen Augen die drohende Einschmelzung einer goldenen Kultmaske mitansehen muss,  rettet er diese kurzerhand durch Zahlung einer für die Indios verrückt hohen Summe Geldes.  Fortan ist sein Interesse und wohl auch Jagdfieber erwacht. Brüning streift in seiner Freizeit durch die Region, kriecht in Dickichte, durchwandert einsame Landschaften von stiller Größe.  Und dann der Jackpot, das große Los: Der Sohn von Bauern aus dem Raum Kiel entdeckt im Lambayeque-Tal eine riesige Stadt, geschmückt mit  gigantischen Pyramiden. Túcume. Das Zentrum der Sicán-Kultur.

 

Archäologieinteressierte heutige Reisende versichern unisono, dass die Stätten der mächtigen Prä-Inka Kulturen des nördlichen Peru in ihrer Monumentalität den Stätten der Inka im südlichen Peru um nichts nachstehen. Während jedoch südliche Orte wie Machu Picchu bereits stark überlaufen und touristisch voll erschlossen sind,  ist das nördliche Peru noch immer ein Geheimtip und auf weite Strecken durchaus noch Neuland.

 

Jüngst in den Fokus der Öffentlichkeit geraten ist dabei die Chachapoya-Kultur, deren Vertreter begnadete Architekten waren und neben der beinahe wolkenkratzenden Bergfesteung Kuelap auch eine Reihe weiterer sensationeller Baulichkeiten geschaffen haben. Wilde Theorien über die mögliche Abstammung der Chachapoya von Kelten und Phöniziern machten die Runde durch die Medien.  Die Basis dieses wissenschaftlichen Dorftratsches ist die Tatsache, daß einige der heutigen Chachapoya auffallend hellhäutig und blond sind.  Bislang haben allerdings sämtliche dahingehenden Bemühungen keinen stichhaltigen Beweis für die Abstammung der Chachapoya von Europäern erbracht. 

 

Wir aber werden uns gemeinsam mit dem österreichischen Archäologen und Lateinamerika-Spezialisten Dr. Christian Cwik (University of the West Indies in Trinidad and Tobago) intensiv mit den faszinierenden Kulturen der Moche,  Chavín, Sicán, Chimú, Chachapoya auseinandersetzen, dabei beeindruckende prähistorische Städte, faszinierende Heiligtümer, verfallene Pyramiden, himmelhoch ragende Festungen besuchen - und beim abschließenden Festessen wohl auch ein Glas auf den guten alten Brüning erheben. 

 

Termin: SA 4. - SA 18. August 2018

Reiseleitung: Dr. Christian Cwik

Weitere Details werden in Kürze bekanntgegeben!