MYKENE - erste Hochkultur Europas

Die spätbronzezeitliche mykenische Kultur (ca. 1.600 bis 1.050 vor Christus) war wohl die erste Hochkultur auf dem europäischen Festland. Der innere Aufbau der mykenischen Gesellschaft war unbestritten zentralistisch - und die Verwaltung dabei hochkompetent. Der „Wanax“ als König und der „Lawagetas“ als oberster Feldherr hatten zusammen das mykenische Reich fest im Griff.

 

Eine vielköpfige Beamtenschaft war für die Eintreibung und Verwaltung der Steuern verantwortlich. Zentrum des mykenischen Reiches war der Palast von Mykene - nicht nur ungemein beeindruckendes Repräsentationsareal, sondern auch ausgedehnter Lagerplatz und lebhaftes Handelszentrum. Die Handels- und Kulturbeziehungen des mykenischen Reiches reichten dabei bis nach Ägypten.

Bis heute ist unter Archäologen und Historikern noch ungeklärt, warum diese zu außerordentlichen Leistungen fähige Gesellschaft tatsächlich unterging. Die Thesen reichen dabei von internen Aufständen wg der betriebenen Zwangswirtschaft - die weite Teile der Bevölkerung in Abhängigkeit vom Palast hielt - bis hin zu externen Faktoren wie den berühmt-berüchtigten „Seevölkern“ und deren Eroberungszügen, denen etliche alte Reiche zum Opfer fielen.

Doch das überlieferte Erbe der Mykener ist dennoch gewaltig - die mykenischen Paläste, Wehrbauten, Grablegen und Kultstätten zählen zu den imposantesten Hinterlassenschaften der Antike. Folgerichtig gehört Mykene bereits seit 1999 zum UNESCO-Kulturerbe.

 

Unsere Studienreise führt uns zu den wichtigsten Plätzen der mykenischen Kultur, traumhaft gelegen in der pittoresken Landschaft des Peloponnes. Wir geniessen dabei auf unseren kleinen Wanderungen auch den wunderbaren Frühling des Mittelmeerraumes.

 

Termin: DI 10. April - DI 17. April 2018

Gruppengröße: 12 - 18 TeilnehmerInnen, Kleingruppenaufschlag 20 % bei 9 - 11 Personen.

Reiseleitung: Mag. Dr. Michael Balaun

Preis: € 1.990,- bis/ab Athen (lt. u.a. Leistungen). Anreise nicht inkludiert. Einzelzimmerzuschlag € 260,-

 

Leistungen

  • Transfers und Rundfahrt mit einem griech. Reisebus/Kleinbus mit Aircondition
  • 7 Übernachtungen in guten *** u. ****Hotels (Landes- Klassifizierung A/B), jeweils in Zweibettzimmern mit Du/WC mit Frühstück 
  • Basis Nächtigung/Frühstück
  • Eintritte: Mykene, Mykenischer Hafen, Archäolog. Museum Nafplion, Ausgrabungen von Tiryns, Nekropole von Dendra, Palast von Lerna, Archäolog. Museum Chora, Palast des Nestor, Gräberfeld Skaloma, Archäolog. Museum Isthmia, Athen (Akropolis, Akropolis-Museum, Archäologisches Nationalmuseum), Burg von Gla, Schatzhaus des Mynias, Archäolog. Museum Theben
  • qualifizierte archäologische Reiseleitung - zusätzlich lokale griechische Führer bei einigen Ausgrabungen (obligatorisch)

Gültiger Reisepass oder Personalausweis erforderlich.

 

 

 

Die Reiseroute berührt alle vier großen Palastzentren, die sich in der Hoch- und Spätblüte dieser hochinteressanten alten Kultur herausgebildet haben: Athen, Ausgangs- und Endpunkt der Reise, Pylos, Mykene und Theben. Daneben werden eine Reihe weiterer Ausgrabungsstätten besichtigt, die erkennen lassen, dass die Menschen jener Kultur es nicht nur verstanden, zyklopische Steinbrocken zu Festungsmauern aufzuschichten, sondern auch riesige Sümpfe zu entwässern, kilometerlange Dämme zu bauen und antike Schnellstraßen mit Hangabstützungen und steinernen Brücken. Mehrere Museumsbesuche führen uns zu den dazugehörigen Kleinfunden dieser Epoche und lassen uns über die Kunstfertigkeit dieser Menschen staunen, deren Staatswesen und politische Macht - so weit man heute weiß - nach etwa 550 Jahren ebenso rätselhaft und unvermittelt verschwanden, wie sie einst begonnen hatten (Dauer: 17. - 11. Jh. v. Chr.). Die Betrachtung des materiellen Erbes der mykenischen Kultur wird ergänzt durch Gespräche über die nichtmaterielle. Viele Protagonisten der altgriechischen Heldenepik sind eindeutig mit mykenischen Siedlungsplätzen und einzelnen Personen und geschichtlichen Ereignissen in Übereinstimmung zu bringen, andere, wie etwa der Halbgott Herakles stehen symbolisch für das Ideal eines rechtschaffenen und tatkräftigen aber immer wieder von seinen eigenen Bedingtheiten gepeinigten Menschen. Dieser Teil des mykenischen Erbes hat längst das geographisch eher überblickbare Gebiet, in dem es gewachsen ist, verlassen und ist Bestandteil der abendländischen Kulturen geworden.

 

 

Reiseprogramm (Ausführliche Version auf Anfrage!)

 

Tag 1: Anreise nach Athen und Fahrt nach Nafplion
Stop am Isthmus von Korinth
Kalamianos
Fahrt nach Nafplion, wo wir übernachten
evtl. Einführungsvortrag

 

Tag 2: Nafplion, Tiryns und Umgebung
Altstadtspaziergang in Nafplion
Archäologisches Museum Nafplion (Dendra-Grabausstattung)
Burghügel von Tiryns
Damm von Kofini
Mykenische Brücken bei Arkadiko

 

Tag 3: Midea, Dendra und Mykene
Burghügel von Midea
Nekropole von Dendra
Burghügel Mykene
Archäologisches Museum Mykene
Kuppelgräber Mykene
Besuch zugehöriger Fundstellen in der Umgebung

 

Tag 4: Fahrt nach Messenien
Lerna
Archäologisches Museum in Chora
Pylos - Palast des Nestor
Übernachtung im modernen Pylos / an der Bucht von Navarino

 

Tag 5: Zurück über den Isthmus von Korinth nach Athen
Gräberfeld von Skaloma
Hexamilion
Diolkos

Kenchreai und Archäologisches Museum Isthmia

Weiterfahrt nach Athen, wo wir übernachten
Besuch des Akropolis-Museums

 

Tag 6: Böotien
Festung Gla
Orchomenos – Grab des Minyas
Archäologisches Museum in Theben

 

Tag 7: Athen
Akropolis
Archäologisches Nationalmuseum

 

Tag 8: Abreise 

 

 

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