SCHWANBERG - die Burg der Aribonen

Der Begriff "Mittelalter" bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Völkerwanderungszeit und dem Beginn der Neuzeit (ca 6. - 15. Jhdt.) - wobei einzelne Forscher wie Henri Pirenne erst mit der Schlacht von Jerez de la Frontera (711 n. Chr.) - in der die von König Roderich geführten Westgoten gegen die Araber, Berber und Juden unterlagen - die Antike enden und das Mittelalter beginnen lässt.

Die politische und kulturelle Dominanz des griechisch-römisch geprägten Mittelmeerraums wurde abgelöst durch eine neue, fast ganz Europa umfassende Welt christlicher Feudalstaaten romanischer, germanischer, slawischer und keltischer Völkerschaften.Dies war eine faszinierende, jedoch auch wilde und kämpferische Zeit, in der es sehr angeraten war, den sicheren Schutz einer befestigten Anlage zu gewährleisten.

 

Unweit des heutigen Schlosses Schwanberg (Österreich, Bundesland Steiermark) befindet sich in erhöhter Lage ein Plateau, das den Flurnamen “Tanzplatz“ trägt.

Hier wurde im Zuge der karolingischen Landnahme im 8 Jhdt. ein erster befestiger Wehrbau errichtet, wohl durch das bayerische Adelsgeschlecht der Aribonen.

 

Im Laufe der Zeit entwickelte sich der schlichte hölzerne Wehrbau zu einer imposanten Burg. Historische Urkunden bezeugen die Bedeutung der Befestigung, als sie im 15. Jhdt. in den Besicht des Kaisers Friedrich gelangte. Dieser ließ die Anlage mit einer mächtigen Ringmauer umgeben.

 

2018 werden unsere Teilnehmer mit dem Archäologen Dr. Bernhard Schrettle und mit seinem Team die Entwicklung der Anlage vom frühmittelalterlichen Wehrbau bis zur hochmittelalterlichen Burg systematisch erforschen.

 

Die wildromantische Lage der versunkenen Burg und die Schönheit der Region machen aus dieser Grabung ein besonderes Highlight für alle Freunde des Mittelalters.

 

Die Vorträge der Projektwoche umfassen die untersuchte mittelalterliche Kultur und die Geschichte des Grabungsortes, dazu Keramik-Kunde („Scherbenseminar“), Vermessungskunde sowie Grabungsmethodik.

 

Exkursionen führen uns ins Burgmuseum Deutschlandsberg, zum Schloss Holleneck und zur Ruine Spangstein.

 

Termin: SA 7. Juli - SA 14. Juli 2018

Gruppengröße: 6 - 8 TeilnehmerInnen, Kleingruppenaufschlag 20 % bei 4 - 5 Teilnehmern.

Preis: € 1.480,- bis/ab Graz (lt. u.a. Leistungen). Anreise nicht inkludiert, Einzelzimmerzuschlag € 210,-.

Zuzüglich einmaligem Vereinsmitgliedschaftsbeitrag von € 18,- bei der ersten Reise.

 

Leistungen:

  • Alle Transfers und Rundfahrten im Kleinbus mit Aircondition.
  • 7 Übernachtungen im guten ***Hotel (Landes-Klassifizierung) Zweibettzimmern mit Du/WC mit Frühstück.
  • Mo - Fr inkl. einfachem Mittagessen im Grabungsareal.
  • 5 Tage an der Ausgrabung mitarbeiten (geeignetes Wetter vorausgesetzt).
  • Mindestens 2 wissenschaftliche Vorträge durch Grabungs- und Reiseleitung.
  • Durchgehende Betreuung durch die Archäologen während der Grabung.
  • Einführung in archäologische Arbeitsmethoden und Grundlagen.
  • Ein Exkursionstag zu umliegenden Fundstellen, inkl. Museumseintritte.
  • Alle benötigten Werkzeuge vor Ort.

Gültiger Reisepass oder Personalausweis erforderlich.