MYKENE - erste Hochkultur Europas

Die spätbronzezeitliche mykenische Kultur (ca. 1.600 bis 1.050 vor Christus) war wohl die erste Hochkultur auf dem europäischen Festland. Der innere Aufbau der mykenischen Gesellschaft war unbestritten zentralistisch - und die Verwaltung dabei hochkompetent. Der „Wanax“ als König und der „Lawagetas“ als oberster Feldherr hatten zusammen das mykenische Reich fest im Griff.

 

Eine vielköpfige Beamtenschaft war für die Eintreibung und Verwaltung der Steuern verantwortlich. Zentrum des mykenischen Reiches war der Palast von Mykene - nicht nur ungemein beeindruckendes Repräsentationsareal, sondern auch ausgedehnter Lagerplatz und lebhaftes Handelszentrum. Die Handels- und Kulturbeziehungen des mykenischen Reiches reichten dabei bis nach Ägypten.

Bis heute ist unter Archäologen und Historikern noch ungeklärt, warum diese zu außerordentlichen Leistungen fähige Gesellschaft tatsächlich unterging. Die Thesen reichen dabei von internen Aufständen wg der betriebenen Zwangswirtschaft - die weite Teile der Bevölkerung in Abhängigkeit vom Palast hielt - bis hin zu externen Faktoren wie den berühmt-berüchtigten „Seevölkern“ und deren Eroberungszügen, denen etliche alte Reiche zum Opfer fielen.

Doch das überlieferte Erbe der Mykener ist dennoch gewaltig - die mykenischen Paläste, Wehrbauten, Grablegen und Kultstätten zählen zu den imposantesten Hinterlassenschaften der Antike. Folgerichtig gehört Mykene bereits seit 1999 zum UNESCO-Kulturerbe.

 

Unsere Studienreise führt uns zu den wichtigsten Plätzen der mykenischen Kultur, traumhaft gelegen in der pittoresken Landschaft des Peloponnes. Wir geniessen dabei auf unseren kleinen Wanderungen auch den wunderbaren Frühling des Mittelmeerraumes.

 

Termin: SA 22.4. - SA 29.4.2017

Gruppengröße: Mind. 12, max. 24 Teilnehmer, Kleingruppenaufschlag 15 %

Reiseleitung: Dr. (phil.), Mag. art. Michael Balaun

Preis: ab € 1.480,- im halben DZ mit Frühstück, Aufschlag für Einzelzimmer 40 € pro Nacht, ohne Anreise bis/ab Athen (gerne buchen wir für Sie auch Ihre An/Abreise).

 

 

 

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Die Reiseroute berührt alle vier großen Palastzentren, die sich in der Hoch- und Spätblüte dieser hochinteressanten alten Kultur herausgebildet haben: Athen, Ausgangs- und Endpunkt der Reise, Pylos, Mykene und Theben. Daneben werden eine Reihe weiterer Ausgrabungsstätten besichtigt, die erkennen lassen, dass die Menschen jener Kultur es nicht nur verstanden, zyklopische Steinbrocken zu Festungsmauern aufzuschichten, sondern auch riesige Sümpfe zu entwässern, kilometerlange Dämme zu bauen und antike Schnellstraßen mit Hangabstützungen und steinernen Brücken. Mehrere Museumsbesuche führen uns zu den dazugehörigen Kleinfunden dieser Epoche und lassen uns über die Kunstfertigkeit dieser Menschen staunen, deren Staatswesen und politische Macht - so weit man heute weiß - nach etwa 550 Jahren ebenso rätselhaft und unvermittelt verschwanden, wie sie einst begonnen hatten (Dauer: 17. - 11. Jh. v. Chr.). Die Betrachtung des materiellen Erbes der mykenischen Kultur wird ergänzt durch Gespräche über die nichtmaterielle. Viele Protagonisten der altgriechischen Heldenepik sind eindeutig mit mykenischen Siedlungsplätzen und einzelnen Personen und geschichtlichen Ereignissen in Übereinstimmung zu bringen, andere, wie etwa der Halbgott Herakles stehen symbolisch für das Ideal eines rechtschaffenen und tatkräftigen aber immer wieder von seinen eigenen Bedingtheiten gepeinigten Menschen. Dieser Teil des mykenischen Erbes hat längst das geographisch eher überblickbare Gebiet, in dem es gewachsen ist, verlassen und ist Bestandteil der abendländischen Kulturen geworden.

 

Reiseprogramm (Ausführliche Version auf Anfrage!)

 

Tag 1: Anreise nach Athen

Stop am Isthmus von Korinth

Hexamilion

Kalamianos

Fahrt nach Nafplion, wo wir übernachten

 

Tag 2: Mykene
Intensiver Mykene-Tag 
Burghügel
Kuppelgräber
Archäologisches Museum

Besuch zugehöriger Fundstellen in direkter Umgebung

 

Tag 3: Tiryns

Burghügel von Tiryns

Damm von Kofini
Mykenische Brücken bei Arkadiko

 

Tag 4: Pylos
Palast des Nestor
Archäologisches Museum in Chora

Rückfahrt nach Nafplion

 

Tag 5: 
Lerna

Archäologisches Museum (Dendra-Grabausstattung)

Burghügel von Midea

Nekropole von Dendra

Fahrt nach Athen

 

Tag 6:
Festung Gla

Orchomenos

Archäologisches Museum in Theben

 

Tag 7: Athen

Akropolis

Archäologisches Nationalmuseum

Akropolis-Museum

 

Tag 8: Abreise

 

 

 

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