SCHWANBERG - die Burg der Aribonen

Der Begriff "Mittelalter" bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Völkerwanderungszeit und dem Beginn der Neuzeit (ca 6. - 15. Jhdt.) - wobei einzelne Forscher wie Henri Pirenne erst mit der Schlacht von Xerez de la Frontera (711 n. Chr.) - in der die von König Roderich geführten Westgoten gegen die Araber, Berber und Juden unterlagen - die Antike enden und das Mittelalter beginnen läßt.

Die politische und kulturelle Dominanz des griechisch-römisch geprägten Mittelmeerraums wurde abgelöst durch eine neue, fast ganz Europa umfassende Welt christlicher Feudalstaaten romanischer, germanischer, slawischer und keltischer Völkerschaften.Dies war eine faszinierende, jedoch auch wilde und kämpferische Zeit, in der es sehr angeraten war, den sicheren Schutz einer befestigten Anlage zu gewährleisten.

 

Unweit des heutigen Schlosses Schwanberg (Österreich, Bundesland Steiermark) befindet sich in erhöhter Lage ein Plateau, das den Flurnamen “Tanzplatz“ trägt.

Hier wurde im Zuge der karolingischen Landnahme im 8 Jhdt. ein erster befestiger Wehrbau errichtet, wohl durch das bayerische Adelsgeschlecht der Aribonen.

 

Im Laufe der Zeit entwickelte sich der schlichte hölzerne Wehrbau zu einer imposanten Burg. Historische Urkunden bezeugen die Bedeutung der Befestigung, als sie im 15. Jhdt. in den Besicht des Kaisers Friedrich gelangte. Dieser ließ die Anlage mit einer mächtigen Ringmauer umgeben.

 

2017 werden unsere Teilnehmer mit dem Archäologen Dr. Bernhard Schrettle und mit seinem Team die Entwicklung der Anlage vom frühmittelalterlichen Wehrbau bis zur hochmittelalterlichen Burg systematisch erforschen.

 

Die wildromantische Lage der versunkenen Burg und die Schönheit der Region machen aus dieser Grabung ein besonderes Highlight für alle Freunde des Mittelalters.

 

Die Vorträge der Projektwoche umfassen die untersuchte mittelalterliche Kultur und die Geschichte des Grabungsortes, dazu Keramik-Kunde („Scherbenseminar“), Vermessungskunde sowie Grabungsmethodik.

 

Exkursionen führen uns ins Burgmuseum Deutschlandsberg, zum Schloss Holleneck und zur Ruine Spangstein.

 

Termin: SA 06.5. - SA 13.5.2017

Gruppengröße: Mind. 5, max. 8 Teilnehmer, Kleingruppenaufschlag 15 %

Reiseleitung: Anita Soos BA, Archäologin

Preis: ab € 1.480,- im DZ mit Frühstück und Mittagsjause, ohne Anreise bis/ab Graz (gerne buchen wir für Sie auch Ihre An/Abreise), EZ-Aufschlag 10 € pro Nacht.

Detailprogramm auf Anfrage!

 

 

 

Jetzt online Buchungsanfrage stellen!